F o t o a l b u m
Marokko 2005
Von 15.Jänner bis 9.Feber
Wir, meine Frau Ingrid und Ich sind am 15.1. mit unseren Freunden Manfred &
Michi und Gregor & Babsi nach Marokko aufgebrochen. Für uns war es die
vierte Reise ins Morgenland.
Wir trafen uns in St.Pölten und fuhren Richtung Passau weiter Nürnberg –
Mühlhausen – Dole Poligne (Übernachtung auf Parkplatz -7 ° Grad) 1130 km.
Weiter über Lyon – Nimes - Barcelona – Tarragona – Lámetila de Mar
(Übernachtung auf Campingplatz) 948km. Die letzte Gewaltstrecke führte uns
weiter über Valencia – Alicante – Lorca – Granada – Malaga – Estepona
(Übernachtung auf CP) 1005km. Das letzte Stück zur Fähre war dann nur mehr
ein Klacks. Die 48km nach Algeciras fuhren wir dann am morgen. Im Hafen hatte
ich dann die Tickets für uns Organisiert. 598,- Euro für 3 Autos 6 Personen
Hin und Retour. Allerdings nicht nach Ceuta sondern nach Tanger. Ich werde
sicher nicht mehr über Tanger einreisen. Man kann zwar am Schiff die Einreise
Formalitäten erledigen, aber für das Auto muss man trotzdem alles extra
machen. Und das dauert und dauert und dauert…So hatten wir für die Überfahrt
und Einreise einen ganzen Tag geopfert! Und das gleiche bei der Ausreise. Fähre
und Zoll auf einmal !!! Wir haben die Erfahrung gemacht, dass man über Ceuta
nur die Fähre erledigt und dann extra den Zoll. Wir empfinden es
angenehmer.
In Tanger angekommen, sind wir dann auf einen Campingplatz mitten im Ort
gefahren. Am nächsten Tag sind wir bald aufgebrochen. Der Spanische König und
der Marokkanische König hatten in Tanger ein Meeting und so war die Stadt eine
Festung.
Unser nächster Stopp war in Meknes. Ein Tag ohne Autofahren war angesagt. Nur
Spazierengehen mit Stadtbesichtigung und ein Besuch beim Mc.Donalds. Ein
besonderes Erlebnis. Wir hatten ein spezial Service. Eine nette Angestellte
hatte uns sechst zu einem Tisch geführt und uns da auch bedient!!! Tags darauf
wollten wir nach Fes. Als wir von Meknes los fuhren bemerkten wir schnell was
los war. Keine Menschen, keine Autos nichts auf der Strasse. Es war Hammelfest.
Das Hammelfest ist zwei Monate nach dem Ende vom Ramadan und ist ein wichtiger
Feiertag. Eigentlich waren drei Tage die Geschäfte zu.
So fuhren wir dir Stadtrunde um Fes. 16km lang ohne Verkehr. Schön. Weiter ging’s
zur Großen Zeder, wo wir im Schnee fuhren. Unser Übernachtungsplatz, am See
Aguelmane auf 2000m war ziemlich kalt. -10° hatten wir in der Nacht. Aber am
morgen hatten wir eine beeindruckende Aussicht. Berge, Schnee, Wasser und blauer
Himmel aber kalt. Der Cirque de Jaffar war uns leider verwehrt geblieben. Zu
viel Schnee verhinderte die Zufahrt. So fuhren wir weiter durch das Ziztal nach
Meski. Am CP bei den „blauen Quellen“ von Meski blieben wir dann wieder zwei
Nächte.
Eines der Highlights steht uns bevor. Der Erg Chebbi. Nach einem Zwischenstopp
in Erfoud mit einer Besichtigung der Fossilienwerkstatt von Familie Sergui
fuhren wir weiter zum Erg. Der Sonnenuntergang ist jedes Mal wieder ein
Schauspiel der Natur. Der Übernachtungsplatz in den Dünen war sehr angenehm
und nicht kalt. Weiter ging's für unsere Freunde zum Flamingosee. Der war wie
erwartet – trocken. Wir fuhren weiter zum Camp Sania, wo wir uns am Abend
wieder trafen. Ein gutes Abendessen am Campingplatz war der logische Abschluss
eines schönen Tages. Leider ist die Piste von Merzouga nach Rissani schon
Asphaltiert.
Weiter zur Himmelstreppe. Die Einfahrt war sehr einfach zu finden (wir waren
auch schon mal da). Es gibt eine Piste, die rund um ein Dünenfeld führt. Michi
wollte es genau wissen und fuhr durch die Dünen. So schaufelten wir zwei
Stunden und besichtigten die Treppe erst später. Der Tag endete in Tenerhir.
Am morgen: Schock. Es schneit. Unser Plan: Die Überfahrt Todra –
Dadesschlucht. Auf über 2600m Seehöhe führt die Piste. Bevor wir losfuhren,
erzählte ich noch wie superschön die Piste sei auf der wir fahren werden.
Nixda. Die Piste ist eine Straße bis zur letzten Ortschaft. Einerseits schade
für uns Offroadtouristen, andererseits auch mehr als verständlich, dass die
Einheimischen auch auf befestigten Strassen fahren wollen. Nichts destotrotz
sind wir auf der Piste nach der letzten Ortschaft weiter in die Berge gefahren.
Auf anspruchsvoller Piste immer weiter hinauf. Bis der Schnee kam. Zum Glück
war der alte Schnee fast weg und der neue war noch nicht angefroren. Also ging's
ganz gut bis zu einer der letzten Kehren. Da war noch alter Schnee. Aber mit
Schaufeln uns ein paar Nomaden die ja da hoch in den Bergen leben, hatten wir
auch diese heikle Passage geschafft. Wir hatten Sturm und -11° Grad.
Ins Dadestal ging's dann problemlos hinunter. In einem Flussbett hatten wir dann
Übernachtet. Es war eine sehr kalte Nacht. Sturm und -10° sind nicht sehr
angenehm. Wir hatten im Landy geschlafen und den Sturm nicht so sehr
mitbekommen. Aber unsere Freunde in den Dachzelten hatten es nicht sehr
angenehm.
Der folgende Tag war wieder sehr kalt. Über den Mittleren Atlas hatten wir
keine Plusgrade zu spüren. In Tazzarine blieben wir in einen wunderschönen
Palmenhain über Nacht. „Tagliamento de Maroc“ nannten wir diesen
verträumten Ort. Aber leider am Morgen die böse Überraschung: - 15°Grad !!!
Naja, wir haben’s Überlebt. Und sind weiter Richtung Süden nach Zagora
gefahren. Die Piste ist noch immer wunderschön. Natürlich auch die Landschaft.
In Zagora ist am Sonntag immer Markttag. Diese Zeit nahmen wir uns natürlich
und besuchten diesen. Es ist unglaublich was man da alles kaufen kann. Nicht nur
Obst, Gemüse, Fleisch, Tiere, Felle, Haushaltsartikel, Fahrräder, Radios im
Ganzen oder in Teilen … Sensationell Bevor wir die nächste Etappe starteten
machten wir noch einen kurzen Check bei den Autos. Soweit alles ok.
Am nächsten Tag ging's los, zwei Tage ohne Versorgung. Das Ziel war die Piste
über M´Hamid – Lac Iriki – Foum Zguid. Am Beginn war es noch sehr sandig.
Später steinig. Wir kommen bei der heiligen Quelle vorbei. Unser
Übernachtungsplatz war irgendwo in den Dünen. Eine sehr lustige Begegnung
hatten wir in der Früh. Nicht eine Herde Einheimischer besuchten uns, sondern
eine Gruppe von 36 Wanderern. Allesamt Richtung Zagora zu Fuß unterwegs. Auf
sandiger Piste ging's weiter bis Lac Iriki und auf extrem steiniger Piste nach
Fuom Zguid. In einem Flussbett übernachteten wir dann. Aber vorher musste ich
noch einen Reifen wechseln.
Endlich kein Frost am Morgen. Der Bach plätscherte neben dem Frühstückstisch.
Was will man mehr. Unser nächstes Ziel war wieder Zagora. . Die Strasse über
Tasla und Agzd ist bereits asphaltiert. Die Kasbah Tamnougalt hatten wir mit
einem Führer besichtigt. Der Ausblick in die Bergwelt war gigantisch. Ein
Fahnenmeer in jeder Ortschaft. Nicht wegen uns, sondern der König hat sich
angesagt. In Zagora hatten wir noch mal eine Nacht verbracht, bevor wir weiter
nach Agzd gefahren sind. Von Zagora aus sind wir die Piste östlich des
Draatales gefahren. Sehr schön aber ein bisschen mühsam zu finden. Am Abend,
am CP gibt es eine Kasbah zu besichtigen. Was wir auch gerne gemacht hatten. Die
Führung war in deutscher Sprache und so erfuhren wir etwas über die Menschen
und über das Bewässerungssystem in der Region. Wenn man von Agzd Richtung
Norden fährt, kann man einen Abstecher zu den Wasserfällen bei Tisgui machen.
Es zahlt sich aus. Nachmittags, aber unbedingt vor Sonnenuntergang besuchten wir
die Kasbah Ait Benhaddou. Man kann auf einen bewachten Parkplatz parken. Auf
einer der schönsten Piste fuhren wir weiter Richtung Telouet. Die Piste ist
nach wie vor wunderschön und anstrengend zu fahren. Bitte nicht fahren wenn es
Regnet. Es kann stellenweise gefährlich werden. Am Abend erreichten wir
Marrakech. Hundemüde genossen wir unseren letzen gemeinsamen Abend.
Für unsere Freunde ging’s dann noch eine Woche weiter. Für uns begann die
Heimreise. Von Marrakech über Casablanca bis Tanger fuhren wir durch. Am Abend
noch auf die Fähre, das erwähnte Chaos begann und um 22.30 Uhr waren wir in
Europa. Nach einem kurzen Stück in strömenden Regen übernachteten wir auf
einer gesperrten Nebenstrasse. Die Heimreise war ziemlich anstrengend:
Schneechaos in Granada und viel Regen. Über Italien führte uns die Route nach
Hause.
Ein paar Fakten zum Schluss:
Dieselpreise in Marokko: € 0,56 – 0,60
Campingplatzgebühr in Marokko: € 4,00 -5,00 (2 Personen und 1 Auto)
Autobahnmaut bei Anreise: € 112,-
Autobahnmaut bei Heimreise € 140,-
Gefahrene Kilometer in Marokko: 3100km
Durchschnittsverbrauch meines Defender 110 TD5: Autobahn ca: 12,5 lt (6100km)
Marokko ca: 10,9 lt (3100km)
Wechselkurs aktuell (Jänner/Februar 2005) : 1 € = 10,90 Dirham
Ich hoffe der Bericht ist ein bisschen Interessant und Informativ. Marokko –
wir kommen wieder!
Roland und Ingrid , 02/2003
pichler.conpro@aon.at