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Land Rover-Hybridmodell kombiniert Diesel und
Elektroantrieb
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Presseinformation
Weltpremiere in London Neues
Land Rover-Hybridmodell kombiniert Diesel und Elektroantrieb
Salzburg, 22. Juli 2008.
Ein neues Antriebskonzept für die Geländefahrzeuge der Zukunft hat Land Rover heute auf der "British International Motor Show" vorgestellt: Der Diesel-ERAD-Hybridantrieb kombiniert einen modernen Common-Rail-Diesel mit einem leistungsstarken Elektromotor zu einem Gesamtpaket, das sowohl im normalen Straßenverkehr als auch im Gelände deutlich geringere Emissionen und einen niedrigeren Kraftstoffverbrauch verspricht. Bereits während der Automesse, die noch bis zum 3. August im "ExCeL"-Ausstellungszentrum in London stattfindet, beginnt für die von Land Rover neu entwickelte Vollhybridkonfiguration der Test- und Versuchsbetrieb im automobilen Alltag.
Mit der Diesel-ERAD-Hybridtechnologie hat Land Rover eines der ersten Diesel-Hybrid-Programme weltweit konzipiert - eine Neuentwicklung, die speziell auf die Anforderungen und Bedürfnisse der britischen Traditionsmarke zugeschnitten ist. Herzstück des Antriebs ist ein emissionsarmer und besonders wirtschaftlicher Dieselmotor, ein integrierter Kurbelwellen-Starter-Generator (CISG), eine Lithium-Ionen-Batterie der neuesten Generation und nicht zuletzt ein Hinterachs-Elektroantrieb (ERAD-Electric Rear Axle Drive), der unter anderem die von Land Rover gewohnte große Bandbreite an Fähigkeiten sicherstellt. Das jetzt realisierte System lässt eine theoretische Senkung der CO2-Emissionen um mehr als 20 Prozent erwarten - in der Praxis dürfte dieser Wert sogar bis zu 30 Prozent betragen, da der Hybridantrieb vor allem im Stadtverkehr seine Stärken ausspielen kann.
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Prototypen absolvieren Testfahrten
Die innovative Hybridantriebstechnik wurde für die Erprobungsphase in mehrere
Prototypen auf Basis des aktuellen Land Rover Freelander 2 integriert - sie ist
aber so flexibel und modular angelegt, dass sie mit einer Vielzahl von Modellen
und Antrieben aus dem Land Rover-Programm kombiniert werden kann. Das in London
präsentierte Forschungsprojekt gehört zu den umfassenden Vorhaben, die Land
Rover bezüglich Umwelttechnologie und Nachhaltigkeit ins Leben gerufen hat.
Zusammengefasst hat das Unternehmen diese Initiativen unter dem Oberbegriff der
"e_TERRAIN TECHNOLOGIES".
Parallel Hybrid für Straße und Gelände
Ziel der Land Rover-Ingenieure war, eine parallele Hybridanordnung zu schaffen,
die perfekt mit Allrad- und Zweiradantrieb harmoniert. Wie bei allen parallelen
Hybridlösungen sorgt auch hier entweder ein Elektro- oder der Dieselmotor für
den Antrieb - bzw. eine Kombination aus beiden Aggregaten. Entwickelt wurde der
Diesel-ERAD-Hybridantrieb im Rahmen eines Projekts zur Verringerung des
CO2-Ausstoßes, das der "Energy Saving Trust" der britischen Regierung
unterstützt.
Als einer der ersten Hersteller hat Land Rover hier einen hoch entwickelten,
sauberen und sparsamen Dieselmotor in ein Vollhybridsystem implantiert - und
dafür ERAD entwickelt: den Hinterachs-Elektroantrieb oder "Electric Rear
Axle Drive". Er besteht im Wesentlichen aus einem leistungsstarken
bürstenlosen 300-Volt-Motor, der 25 kW Dauerleistung und Leistungsspitzen von
bis zu 35 kW erbringt. Das maximale Drehmoment von 200 Nm liegt - wie bei
Elektrotriebwerken üblich - sofort beim Start des Motors vor. Dank ERAD kann
ein Land Rover allein mit Elektrokraft angetrieben werden, wodurch der
CO2-Ausstoß im Stadtverkehr drastisch sinkt. Mittels des
Hinterachselektroantriebs ERAD ist sowohl der Allradantrieb, als auch nur der
Antrieb von Vorder- bzw. der Hinterachse möglich, je nachdem wie viel Traktion
für die jeweilige Fahrsituation benötigt wird.
Kurbelwellen-Starter-Generator mit Doppelfunktion
Als zweites Schlüsselelement des Diesel-ERAD-Hybridantriebs setzte Land Rover
den integrierten Kurbelwellen-Starter-Generator CISG (Crankshaft Integrated
Starter Generator) ein. CISG befindet sich innerhalb des
Doppelkupplungsgetriebes der Prototypen und fungiert zum einen als zusätzliche
Antriebsquelle und zum anderen in gerade einmal 400 Millisekunden als Anlasser
des Vierzylinder-Dieselmotors - inklusive einer verbrauchs- und
emissionssenkenden Stopp-Start-Automatik. Sowohl der Elektromotor als auch der
Kurbelwellen-Starter-Generator CISG können außerdem zum regenerativen Bremsen
verwendet werden: Beim Bremsen gewinnen sie Energie zurück und laden auf diese
Weise die eigens für dieses Projekt entwickelte Batterie auf.
Lithium-Ionen-Batterie für schnelle Aufladung
Als Energiespeicher der Prototypen fungiert eine moderne Lithium-Ionen-Batterie,
die im Kofferraum platziert ist und nicht mehr Platz als ein normales Reserverad
beansprucht. Lithium-Ionen-Batterien sind nicht nur leichter als die heute in
vielen Lösungen verwendeten Nickel-Metall-Hybrid-Einheiten, sie können auch
mehr Energie speichern und schneller aufgeladen werden. Land Rover verwendet in
seinen Testfahrzeugen spezielle Lithium-Ionen-Batterien mit dem Namen
"Lithium NanoTitanate", die keinen Memory-Effekt kennen und besonders
umweltfreundlich sind, da sie weder Schwermetalle noch giftige Materialien
enthalten. Diese Batterien erzeugen 288 Volt und akzeptieren eine energiereiche
Schnellladung, die in einem einzigen Ladevorgang zwölf Mal länger als eine
vergleichbare Nickel-Metall-Hybrid-Batterie hält. Ein weiterer Beitrag zur
Verbrauchsreduzierung ist die elektrohydraulische Servolenkung der Freelander
2-Prototypen, die nur dann Druck aufbaut, wenn er auch wirklich benötigt wird
und somit weniger Energie vom Motor verbraucht.
"Terrain Response" weiter entwickelt
Gekoppelt ist der Diesel-ERAD-Hybridantrieb mit einer Weiterentwicklung des von
Land Rover entwickelten und vielfach prämierten "Terrain
Response"-Systems: In seiner jüngsten Evolutionsstufe nutzt "Terrain
Response" alle Vorteile der Hybridtechnologie und gewährleistet daneben
wie gewohnt ein Maximum an Traktion und Sicherheit auf jedem Untergrund. In den
Prototypen stehen fünf "Terrain Response"-Programme zur Verfügung:
"Eco" als Standardmodus im Zweiradbetrieb, "Dynamic" in
Zweirad- oder Vierradbetrieb sowie "Gras/Schotter/Schnee",
"Schlamm" und "Sand" jeweils im Vierradbetrieb. In allen
Modi entscheidet die Steuerung selbsttätig und flexibel über den besten
Antriebsmix zwischen Diesel und E-Motor sowie über Zwei- oder
Vierradantrieb.
Stopp-Start-Automatik: Serienreife bis 2009
Neben der Diesel-ERAD-Hybridlösung entwickelt Land Rover zahlreiche weitere
Technologien, die den Ausstoß von Emissionen verringern und den Verbrauch
senken. Ihre Markteinführung ist sukzessive in den kommenden Jahren vorgesehen.
Den Anfang macht im kommenden Jahr eine Stopp-Start-Automatik, die ab 2009 beim
handgeschalteten Land Rover Freelander 2 mit Dieselaggregat zur
Serienausstattung zählen wird - gefolgt von vielen weiteren Innovationen, wie
Hybridantrieben oder einer besonders ausgeprägten Leichtbauweise.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Angela Resch
Assistentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Jaguar Land Rover Austria GmbH Fürbergstraße 51
A-5020 Salzburg Telefon: +43 662 2121-698
E-Mail: aresch@landrover.com
Weitere Informationen: www.landrover.at